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Ja, vielleicht ist sie versponnen und ihr Geist hat sich verflüchtigt, vielleicht hat sie aber doch das Licht gesehen, was weiß ich, ich war nicht dabei. Und selbst wenn ich dabei gewesen wäre, so hätte ich tatsächlich nur das, was sie mir erzählt. Ich kann nicht in ihr Hirn sehen und nachvollziehen, ob sie die Wahrheit sagt oder ob das alles nur verdunstete Gedanken aus dem Niederschlag esoterischer Ideen sind, die sie von sich gibt. Aber es ist mir auch egal. Wenn sie damit glücklich oder auch glückselig ist, was soll’s mich jucken… in ihrem Kopf würde ich es jedoch nicht aushalten, das könnte ich allerdings in so manchem nicht. Übrigens hasse ich Räucherstäbchen, zumindest die meisten, ein billiger Einheitsgeruch von Pseudohingabe und verschwommenem Spiritualitätsgeschwurbel gemischt mit dem Gestank knallharter Geschäftemacherei mit allem, was sich verkaufen lässt. Ich bin Purist was das anbegeht.

Aber noch mehr hasse ich die Materialisten, die sich über solche Ideen nur belustigen können wollen und in ihrer Fantasie anderen Menschen irgendwas hinterherdichten, weil ihre eigene Kreativität nicht dazu ausreicht, sich ein differenziertes Bild von ihnen zu machen. Schublade auf, Schublade zu, nummeriert und archviert, was nicht paßt, kann nicht sein, ergo: ist nicht. Es darf nicht sein, was nicht sein kann, lautet die Devise. In ihrer Weltsicht ist alles tot was nicht frißt oder fickt. Sie haben das Bedürfnis, die Dinge bis ins kleinste Teil erklären zu können. Man forscht und untersucht auf Teufel komm raus bis ins Quantenkontinuum, ohne genau zu wissen was das eigentlich ist. Und selbst dann erkennen sie die wahrhaft verblüffenden Wunder, die sich ihnen dort zeigen, nicht. Zumindest nicht, solange es sich nicht mathematisch herleiten oder voraussagen lässt. Aber egal, es ist Physik, eine Naturwissenschaft, die von ihnen betrieben mit Natur so viel am Hut hat, wie die Esoteriktante mit kritischen Hinterfragungen.

So verloren sie im Laufe der Zeit das, was sie eigentlich antrieb: den Respekt und die Ehrfurcht vor Natur und die Neugier auf das Unerklärbare. Aus allem wird die Seele herausgekürzt, man nennt das dann den kleinsten gemeinsamen Nenner. Beziehungen zu anderen Dingen werden nicht hergestellt, man konzentriert sich auf das Wesentliche. Und genau das wird berechnet und bewiesen und gleichzeitig entwurzelt im Quadrat.

Die Bemühungen ihrer glorreichen Forschungsarbeiten münden zumeist in der Rüstungsindustrie nebst daß sich die sogenannten Natur-Wissenschaft nur Wissen über die Natur verschafft und wie man sie am besten nutzbar machen kann. Das Leben ist für sie nur eine Aneinanderreihung komplexer biologischer Vorgänge gepaart mit ein paar elektromagnetischen cerebraler Rückkopplungen und hormonellen Ausschüttungen, die man dann denken und fühlen nennt. Nichts dazwischen, dahinter oder um die Ecke versteckt, nein alles schön erklärbar, auf Bildschirmen zeigbar und in Diagrammen ausdruckbar muss es sein. Für sie hat das Leben im Grunde keinen höheren Sinn. Das Leben an sich sei schon ein Wunder, geben sie immerhin zu. Und danach ist dann Sense. Final Error, Flatline und das war’s.

Nein, ich habe keine Angst vor dem Tod. Wirklich nicht, das Sterben ist ein Vorgang, den ich eh nicht verhindern kann, warum also dagegen ankämpfen wenn es soweit ist? Irgendwann werde ich ihn umarmen, den Gevatter, wie einen lang ersehnten Geliebten, der endlich zu mir gekommen ist. Das hat natürlich noch ein bisschen Zeit. Aber er war schon mal bei mir, hat geklappert mit seinem Gerippe und mir kurz das Aufblitzen seiner Sense gezeigt. Seitdem fürchte ich mich nicht mehr. Er ist gnädig, man merkt es nicht. Aber ich habe eine Heidenangst davor, nicht gelebt zu haben, bevor die Zeit reif ist. Und ich will noch mal eine zweite Chance, mindestens. Zu vieles habe ich falsch gemacht. Deshalb spricht mich der Buddhismus an. Und die Schamanen. Denn in ihrer Welt ist alles Energie, die niemals verschwindet. Die sich mit allem verbindet und mit allem vernetzt ist. Wo alles auf seine Weise Bewusstsein hat und ist. Selbst die Steine.
Die Schamanen waren die Quantenmechaniker der Frühzeit, denn sie wussten, wie man die kleinsten Teilchen beeinflusst, wie man Materie verändert. Man nannte es auch Zaubern oder Magie.



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