wildeheart
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matt glänzende blechlawine wälzt sich rücksichtslos auf teerspuren beschleunigend durch betonwüsten, sich im nahen in rasende teilchen auflösend, ihr schwefliges parfum einem pesthauch gleich wolkig hinterlassend, die zeit auffressend.

andere blechkästen gedrängt gefüllt mit schicksalen zum minutenzählen verdammt, die sich gegenseitig anwidernd über den geruch von stress der aus millionen von poren ausgast und sich zu kollektivem unwohlsein vermischt, verzweifelt versuchend sich individuell von der masse abzuheben.

kleine kinder ohne recht auf zeit für aufmerksamkeit, gesammelt in auffanglagern für störende zwerge, weil sie der allgemein angestrebten selbstverwirklichung im wege stehen und deren seelen mit gummi- und plastikbesohlten markenschuhen in den staubigen asphalt der karrierewege ihrer erzeuger getreten werden, bis sie soweit sind diese schuhe selbst anzuziehen und teilzuhaben am erzwungenen exhibitionismus der kultur.

graue bäume so unwirklich wie tanzende gebeine im lichte der strassenlaternen, dekorativ drapiert am rande der betonwege und degradiert als toilette für vierbeinige emotionspuffer, die, domestiziert, vermenschlicht und völlig entfremdet ihrer art in der verwirrtheit ihrer instinkte die brut ihres ersatzrudels zerfleischen.

geängstigte tiere, sklaven dieser tage, gefangen und gemästet, ihre brüste in melkmaschinen geklemmt und gezwungen sich für den unsättigbaren heißhunger auf totes fleisch gefühllos zu reproduzieren weinen stumme tränen bis zu dem tage an dem eine als allgemein für human befundene schlachtmethode ihr leiden kurz beendet.

bunter abfall wie ein pulver verteilt in jedem winkel der welt zu finden, halbverottet noch werbung machend für das produkt das er einmal war, mit erstaunlicher überzeugungskraft die stärker wirkt als die stummen schreie der kreaturen die im unrat zu leben haben.

blitzende bilder auf bildschirmen gezeigt bannen die gehirne unzähliger menschen in elektromagnetischer trance und suggerieren ihnen virtuelle wahrheiten weit wichtiger als echt, unumgänglich und unvermeidlich manipulativ ziehen sie in den begeisterungskrampf der paralysierenden konsumekstase von entheiligung des lebens und allem was davon noch übrig ist.

gerechtfertigte kriege, gegen alles und jeden, ignorant gegenüber schlichter humanität und religiöser ideale in deren namen sie zumeist geführt werden, in kollektiv akzeptierter heuchelei bei der die jünger der einen religion über die der anderen triumphieren wollen, gladiatoren gleichend die in der arena des selben cäsaren um dessen gunst buhlend und ihren vermeintlichen sieg als seine gnade indentifizieren.

heller wahnsinn, rastlosigkeit, herzinfarkte und krebstgeschwulste, sinnlose leere und sinnentleertheit, keine magie mehr, keine zauber, vorbei scheinen die tage in denen unscheinbare helden die welt in letzter minute für uns alle zu retten vermochten,

keine zeit mehr in dieser mechanisierten und maschinierten realität in der sich manche seele wie verirrt empfindet innerhalb des metallischen treibens jener wesen die als tier nicht mehr zu bezeichnen aber auch fernab jeder menschlichkeit sind.




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